Meine Themen

Meine Themen. Meine Verantwortung.

Demokratie lebt davon, dass Entscheidungen nachvollziehbar sind, Beteiligung ernst gemeint ist und Politik sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen orientiert. Gerade auf kommunaler Ebene zeigt sich, ob Demokratie im Alltag funktioniert: ob Mobilität möglich ist, ob junge Menschen gehört werden, ob Schutz und Gleichstellung gewährleistet sind und ob Verantwortung für kommende Generationen übernommen wird. Der Landkreis ist kein abstrakter Verwaltungsraum, sondern der Ort, an dem Politik unmittelbar wirkt.

Als Landratskandidatin verstehe ich politische Verantwortung nicht als Verwaltung des Status quo, sondern als Gestaltungsauftrag. Politik muss Probleme klar benennen, Lösungen entwickeln und diese transparent umsetzen. Dafür braucht es Strukturen, die Teilhabe ermöglichen, Entscheidungen erklären und Vertrauen schaffen. Demokratie endet nicht mit der Wahl – sie beginnt dort erst richtig.

Auf dieser Seite stelle ich die Themen vor, für die ich mich im Landkreis konkret einsetzen will. Sie stehen für eine Politik, die verbindet statt ausgrenzt, schützt statt wegschaut und Zukunft aktiv gestaltet. Alle Vorschläge zielen darauf ab, demokratische Prozesse zu stärken, Lebensqualität zu sichern und den Landkreis nachhaltig, gerecht und transparent weiterzuentwickeln.

Transparenz

Demokratie lebt von Nachvollziehbarkeit und Vertrauen. Wenn politische Entscheidungen nicht verständlich erklärt oder öffentlich zugänglich sind, entsteht Distanz – und Misstrauen. Im Landkreis müssen daher alle relevanten Unterlagen vollständig, barrierearm und online einsehbar sein. Bürger*innen haben ein Recht darauf zu wissen, welche Entscheidungen getroffen werden, auf welcher Grundlage sie beruhen und welche Alternativen diskutiert wurden.

Transparenz bedeutet auch, politische Prozesse verständlich aufzubereiten. Nicht jede Entscheidung ist einfach, aber sie muss erklärbar sein. Offene Informationen stärken die Beteiligung, ermöglichen sachliche Diskussionen und erhöhen die Akzeptanz politischer Entscheidungen.

Konkrete Umsetzungspunkte:

  • Vollständige Veröffentlichung aller relevanten Sitzungsunterlagen online

  • Verständliche und barrierearme Aufbereitung politischer Inhalte

  • Klare Dokumentation von Entscheidungswegen und Begründungen

  • Niedrigschwelliger Zugang zu Informationen für alle Bürger*innen

Gleichstellung

Gleichstellung ist kein Randthema, sondern eine Querschnittsaufgabe, die alle politischen Entscheidungen betrifft. Im Landkreis braucht es dafür verbindliche Strukturen, die über symbolische Bekenntnisse hinausgehen. Ein ständiger Kreistagsausschuss für Gleichstellung, Vielfalt und Inklusion würde sicherstellen, dass diese Perspektiven systematisch in politische Prozesse eingebunden werden. Er schafft Transparenz, Verbindlichkeit und fachliche Kontinuität – und gibt Themen wie Geschlechtergerechtigkeit, Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und Schutz vor Diskriminierung das politische Gewicht, das sie verdienen.

Besonders dringlich ist die langfristige und verlässliche Finanzierung von Unterstützungsangeboten für Frauen und Kinder in Gewaltsituationen. Schutzräume, Beratungsstellen und Präventionsarbeit dürfen nicht von kurzfristigen Haushaltsentscheidungen abhängig sein. Sicherheit ist eine öffentliche Aufgabe. Wer von Gewalt betroffen ist, braucht schnelle Hilfe und stabile Strukturen – unabhängig von Haushaltslage oder Zuständigkeiten.

Konkrete Umsetzungspunkte:

  • Einrichtung eines ständigen Kreistagsausschusses für Gleichstellung, Vielfalt und Inklusion

  • Verbindliche Berücksichtigung von Gleichstellungsaspekten bei politischen Entscheidungen

  • Langfristige, planbare Finanzierung von Frauenhäusern und Beratungsstellen

  • Absicherung von Angeboten für Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind

  • Stärkung präventiver Maßnahmen und Vernetzung bestehender Hilfsstrukturen

Klimaschutz

Der Klimawandel ist längst Realität und stellt auch den Landkreis vor konkrete Herausforderungen. Klimaschutzpolitik muss daher vor Ort wirksam werden – mit klaren Zielen, verbindlichen Maßnahmen und einer konsequenten Umsetzung. Der Ausbau erneuerbarer Energien ist dabei ein zentraler Hebel. Der Landkreis hat die Möglichkeit und die Verantwortung, Flächen sinnvoll zu nutzen, Genehmigungsprozesse zu beschleunigen und Kommunen aktiv zu unterstützen.

Gleichzeitig braucht es einen bewussteren Umgang mit Fläche und Ressourcen. Weniger Flächenverbrauch bedeutet, bestehende Strukturen besser zu nutzen, Innenentwicklung zu stärken und Natur- sowie Landwirtschaftsflächen zu schützen. Auch Abfallvermeidung und Ressourcenschonung müssen stärker in den Fokus rücken. Klare Ziele für Zero Waste sind ein Ausdruck davon, Verantwortung für heutige und zukünftige Generationen zu übernehmen.

Konkrete Umsetzungspunkte:

  • Konsequenter Ausbau erneuerbarer Energien im Landkreis

  • Unterstützung der Kommunen bei Planung und Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen

  • Reduzierung des Flächenverbrauchs durch Stärkung der Innenentwicklung

  • Schutz von Natur- und Landwirtschaftsflächen

  • Festlegung klarer Ziele und Maßnahmen für Zero Waste und Abfallvermeidung

Mobilität

Mobilität ist eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe, wirtschaftliche Entwicklung und Lebensqualität im Landkreis. Der öffentliche Raum und die Verkehrsangebote müssen so gestaltet sein, dass sie alle Menschen erreichen – unabhängig von Alter, Einkommen, Wohnort oder Mobilitätseinschränkungen. Ein funktionierender öffentlicher Nahverkehr ist dabei kein Luxus, sondern Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Der Rückbau des 60-Minuten-Takts im Busverkehr hat insbesondere für Menschen ohne Auto, für Jugendliche, ältere Personen und Berufspendler*innen zu realen Einschränkungen geführt. Ich setze mich daher ausdrücklich für die Wiedereinführung eines verlässlichen, landkreisweit abgestimmten Takts ein, der Anschlüsse sichert und den Alltag planbar macht.

Gleichzeitig braucht der Landkreis eine Radverkehrsinfrastruktur, die Sicherheit und Alltagstauglichkeit gewährleistet. Sichere, durchgängige Radwege sind nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch zur Verkehrssicherheit und Gesundheitsförderung. Ziel ist es, Radfahren für alle Altersgruppen realistisch nutzbar zu machen – nicht nur für sportlich Geübte, sondern auch für Kinder, Familien und ältere Menschen. Mobilitätspolitik darf nicht polarisieren, sondern muss Angebote miteinander verbinden: Auto, Bus, Bahn, Fahrrad und Fußverkehr sollen sinnvoll zusammenspielen.

Konkrete Umsetzungspunkte:

  • Wiedereinführung eines landkreisweiten 60-Minuten-Takts im Busverkehr

  • Verlässliche Anschlussverbindungen zwischen Bus und Bahn, insbesondere im ländlichen Raum

  • Ausbau sicherer, durchgängiger Radwege zwischen Orten und Ortsteilen

  • Bessere Querungsmöglichkeiten und sichere Schulwege für Kinder und Jugendliche

  • Ganzheitliche Verkehrsplanung, die alle Verkehrsmittel berücksichtigt und verknüpft

Jugend

Jugendliche sind nicht nur die Zukunft, sondern Teil der Gegenwart – ihre Perspektiven und Erfahrungen müssen in politische Entscheidungen einfließen. Symbolische Beteiligungsformate reichen dafür nicht aus. Ein Jugendparlament mit echten Mitspracherechten, einem eigenen Budget und festen institutionellen Strukturen schafft die Voraussetzung für wirksame Beteiligung. Es ermöglicht jungen Menschen, politische Prozesse kennenzulernen, Verantwortung zu übernehmen und konkrete Verbesserungen anzustoßen.

Ein solches Gremium stärkt demokratische Kompetenzen und fördert langfristig das Vertrauen in politische Institutionen. Entscheidend ist dabei, dass Beteiligung ernst gemeint ist: Jugendliche müssen wissen, dass ihre Beschlüsse Wirkung entfalten und ihre Anliegen gehört werden.

Konkrete Umsetzungspunkte:

  • Einrichtung eines Jugendparlaments auf Landkreisebene

  • Ausstattung mit echten Mitspracherechten in relevanten Ausschüssen

  • Eigenes, fest eingeplantes Budget für Jugendprojekte